Samstag, Januar 21, 2006

Antwort Römisch 1

Also was das Leben ausmacht so im Ganzen kann ich natürlich auch nicht beantworten. Was aber unser Leben im Moment extrem genussreich macht ist Sex. Sex in unserem Falle also stark SM geprägter Sex und davon reichlich. Ganz genau betrachtet gibt es für uns sowieso keinen Sex ohne SM. Sm wie Sado Masochismus und das ganze Drumherum. Schliesslich haben wir uns ja in einem SM-chat kennengelernt. Im Zarthart Chat seligen Angedenkens. Eines Nachts im Sommer 2000 als ich unter dem Namen WingedSnake - Also so wie fliegende Schlange, anspielend auf Quetz usw. - vor mich hin chattete und obwohl ich schon ein gutes halbes Jahr dort zugange war, hatte sich dort nichts sonderlich aufrgendes aufgetan. Jedenfalls erschien auf meinem Laptopschirm der Name GeminiTop. Also Top gefiel mir schon mal grundsätzlich viel besser als LordSirMastervonderGrossenEinzigartigkeit, also die Sorte Namen mit denen die sich die ganzen armen Würstchen verzeifelt versuchten aufzupeppen. Und für Zwei- bis zwillingsgesichtige habe ich eh etwas übrig. Jedenfalls las ich ihn und schrieb an ihn und ziemlich bald landeten wir im ICQ. Ich habe bis heute keine Ahnung warum mich allein dieser Nick schon so elektiriserte. Eigentlich war ich schon bevor ich in diesen Chat kam, nicht so ähm leicht erregbar. Nach recht kurzer Zeit hatten wir dann auch reichlich Telefonnummern getauscht, als einige Hindernisse der modernen Telekommunikation überwunden waren hörten wir das erste Mal die Stimme des anderen.

Fortsetzung zu diesem Thema folgt.

Sex/SM mit meinem Mann Michael ist eine Dimension der Lust und des Erlebens wie ich sie zuvor in Momenten kannte oder wahnwitzig aufregenden one-night-stands, alles in allem jedenfalls in den Spitzen des Erlebens. Jetzt aber ist das durchgehend so unglaublich aufregend und erfüllend wie im Paradies.

Und es ist eine anhaltende Lust. Wir hatten beide vor der grossen Operation gewußt, dass die Chancen auf ein fortgesetztes Sexleben nur so bei rund 66% liegen und das beide dem anderen nicht mitgeteilt. Ein hübscher Fall von Schonung und um genau zu sein: Bei Krebs denkst du auch erstmal ans Überleben und nicht an Vögeln.

Natürlich ist nicht alles so wie es vorher war und natürlich ist Michael noch eingeschränkt, aber da kommt uns unser SMler sein auf jeden Fall gelegen; unsere Lust, unser Sex kennt viele Facetten.

Gestern jedenfalls haben wir in meiner Pension erstmal die Matraze vom Bett auf den Boden gelegt, zu misstrauisch verfolgten wir beide die Geräusche die mein kleines altes EinpersonenBett machte. Und mit dem Bett zusammenbrechen das hatten wir nun schon mal in Duisburg, in der lustigen NaziPension, von uns Haus Vaterland getauft. Aber das und die Taschenflasche Chantré, die die Pensionswirtin in Duisburg Michael gab sind wieder ganz andere Geschichten.